
001 Dialogräume

Projektträger:
Demokratie gemeinsam leben e.V.
Wir planen mit Mo Asumang Seminare "Dialog-Botschafter: innen" und sogenannte Motzbuden; Warum? Antidemokratische Haltungen und Verhaltensweisen sind zunehmend in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir nehmen in unserer Gesellschaft eine zunehmende Polarisierung in den öffentlichen Debatten wahr, in denen Kompromissbereitschaft und faire Auseinandersetzungen abnehmen. Gleichzeitig nehmen wir einen Vertrauensverlust bezüglich öffentlicher Institutionen wahr. Viele Menschen misstrauen "der Politik", den Medien und Verwaltungen; Entscheidungen werden als intransparent oder elitär wahrgenommen.
Vielerorts fühlen sich die Menschen daher hilflos im Umgang mit dieser Radikalisierung. Die bisher praktizierten Strategien der Ausgrenzung, Ächtung und rein faktischen Gegenargumentation laufen Gefahr die Gesellschaft zu polarisieren und zur Verschärfung des Problems beizutragen. Viele Bürgerinnen sind daher immer stärker auf der Suche nach wirksamen Strategien und Verhaltensmöglichkeiten im Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen.
Lösungsansatz des Projekts ist die Einführung und Erprobung von moderierten Dialogräumen, die den freien demokratischen Meinungsaustausch fördern. Die Dialogräume sollen pluralen Perspektiven Platz geben, gesellschaftliche Teilhabe stärken und praktische Empfehlungen für lokale Entscheidungsprozesse entwickeln. Damit viele unterschiedliche Leute einen Handlungsansatzpunkt finden, versuchen wir im Rahmen der Dialog-Botschafter-Workshops große Events im Sinne moderierter Motzbuden vorzubereiten und miteinander durchzuführen. Im Vordergrund steht 2026 zunächst die Sensibilisierung und Schulung aller interessierten Akteur: innen in Bezug auf Dialog-Botschafter-Interventionen